An dem eigentlich ersten Schultag ging es für alle Austauschschüler von den Schulen in Kelowna in ein so genanntes Orientierungscamp. Dies begann mit einer kleinen City Tour, dabei blieben die Schulen aber unter sich. Ich und die anderen Austauschschüler der OKM erkundeten dann also ein wenig Kelowna, bevor es dann nach Green Bay in West Kelowna ging. Green Bay ist ein kleines Camp direkt am Wasser.
Dort trafen sich dann alle 300 Austauschschüler und wurden erst einmal von der Leiterin des School District und einer First Nation Lady begrüßt. Danach wurden wir auf unsere Zimmer aufgeteilt und ich hatte sogar die Ehre, im Learning Centre zu übernachten und nicht so wie die anderen in den Cabines. Meine Zimmerpartner waren zwei Mädchen aus China und zwei andere Mädchen aus Deutschland. Allen Schülern wurde außerdem eine Gruppe zugeteilt, damit das Essen und die Präsentationen, die am Mittwoch gehalten wurden, etwas geregelter ablaufen. Ich war Gruppe 2 und so gut wie alle anderen Austauschschüler des OKM, mit denen ich mich auf der City Tour angefreundet habe, waren Gruppe 3... Na Toll! Aber es war eigentlich halb so schlimm, da wir beim Essen trotzdem beisammen saßen.
Das Camp hatte schon etwas geplant, aber die meiste Zeit hatten wir einfach frei. Diese Freizeit verbrachten wir immer mit Karten spielen. Ich weiß nicht warum, aber mit den Mädels wurde es nicht langweilig. Wir haben bestimmt an den beiden Tagen 10 Stunden Karten gespielt.
Am Mittwoch nach dem Frühstück waren dann insgesamt drei Präsentationen geplant. Für Gruppe 2 war die erste Präsentation von vier Leuten, die bei der Stadt Kelowna arbeiten. Sie haben uns ihr Programm "active by nature" näher gebracht und was sie noch so alles in der Stadt planen oder organisieren. Dabei haben wir auch etwas bekommen. Nicht alle, aber zumindest die meisten. Wir kommen Flaschen, Tshirts, Armbänder und anderes gewinnen, wenn wir eine Frage in ihrem kleinen Quiz beantwortet haben.

Danach hatten wir nur noch frei... Karten spielen war als wieder angesagt, aber zwischendurch saßen wir auch auf dem Steg am See, haben uns unterhalten und die Jungs und Mädels beobachtet, die Schwimmen gegangen sind. Ausgeklongenn ist der Abend mit einem Essen mit der ganzen Gastfamilie. Alle Gastfamilien sind also abends in das Camp gekommen um mit ihren Austauschschüler zu essen und sie dann wieder mit nach Hause zu nehmen. Bei 300 Schülern sind das dann doch schon eine Menge Menschen...
Da Kira und Liam noch etwas für die Schule brauchten, sind Shayne, die Zwillinge und ich noch schnell in den Laden gefahren, während Lorraine noch zu einem Meeting musste.
Morgen fängt für mich dann auch die Schule richtig an. Ich freue mich und bin gespannt auf den Unterricht und die Unterschiede zu einer deutschen Schule!
(Als mich heute meine Gastfamilie abgeholt hat, habe ich mich wirklich wie ein Familienmitglied gefühlt. Wir haben uns super nett unterhalten und haben Scherze gemacht, wie Liam immer wieder gefragt, ob er nicht schwimmen gehen will, weil er Shayne und mir ja noch etwas schuldet, da er an meinem zweiten Tag nicht mit uns in den See gesprungen ist. Fakt ist, er ist nicht schwimmen gegangen. Aber ich fühle mich hier super wohl und das hilft mir, kein Heimweh zu bekommen.)
Viele Grüße,
Pia.
Erst eine Woche weg, schon soooo viel erlebt!! Toll!!! Weiter hin viel Freude und viele neue Freunde.:)
Hallöchen, liebe Pia, ich grüße dich und bin begeistert! Alles Liebe und Gute, Dieter und Simon.