Mein heutiger Tag fing schon sehr gut an. Zum ersten Mal durfte ich das Klischee Frühstück der Kanadier essen: Pancakes mit Ahornsirup. Mein Fazit: mega! Ich habe es jetzt schon lieben gelernt und werde es definitiv in Deutschland essen.
Beim Frühstück fragte ich Shayne dann, ob er mich zu einem Hockey Shop fahren könnte, mit dem ich schon in Deutschland Kontakt aufgenommen habe. Um 11 Uhr ging es dann also los meine Ausrüstung zu holen. Bein "Player it again sports" angekommen, gingen wir direkt auf Jorgen zu, der Goalie Spezialist im Laden, der uns sehr herzlich begrüßte. Ich schilderte ihm meine Angelegenheit und schon fand ich mich in einem Brustpanzer wieder. Er hat mir wirklich geholfen, eine passende Ausrüstung für die 3 Monate zu finden und war zudem super witzig. Wir haben, wie er mir öfters gesagt hat, einen ähnlichen Spielstil, aber ich habe einen Butterfly, auf den er sehr neidisch ist... Danke Gott, dass ich so flexible Hüften habe!
Mit der richtigen Ausrüstung im Gepäck ging es dann wieder nach Hause. Dort musste ich dann feststellen, dass ich das Tape, was ich noch in dem Shop gekauft habe, dort liegen gelassen habe. Typisch Pia! Mal schauen, wie ich das jetzt noch mache...
Nach ein paar Stunden Zuhause, machten Liam, Shayne und ich uns auf zum Mountain Bike fahren. Es ging auf einen kleinen Berg in der Nähe meines kanadischen Zuhauses. Das war schon zu anstrengend für mich. Keine Kraft und keine Ausdauer, danke Jetlag! Aber die Qual des hochkommens war es auf jeden Fall wert. Ein schöner Blick auf die Stadt und den See, mit Bergen im Hintergrund. Einfach nur atemberaubend! Zudem erkundete ich ein wenig Crawford, den Stadtteil, in dem meine Gastfamilie lebt. Eine sehr nette und schöne Nachbarschaft, mit vielen freundlichen Menschen.
Total müde kam ich dann wieder Zuhause an. Danach passierte nicht viel, ich zeichnete und las noch ein wenig. Nach dem Essen werde ich halb tot ins Bett fallen.
Eine Sache, die ich noch sagen wollte, ist, dass in den Infobriefen meiner Austauschorganisation stand, dass man einen so genannten "Kulturschock" bekommen wird. Man fühlt sich einfach fehl am Platz, da man die Sprache, die Menschen und die Kultur einfach nicht kennt. Ich persönlich kann nicht sagen, das ich unter so einem "Kulturschock" leide, denn das einzige, was mich plagt, ist Müdigkeit und Kraftlosigkeit.
Viele Grüße,
Pia
Ich freue mich, besonders am frühen Morgen, deine tollen Berichte zu lesen!! Danke das du uns alle an deinem Erlebnis teil haben lässt!!
Du sorgst so ein bisschen dafür, dass ich bereue, in der EF nicht einfach einen Austausch gemacht zu haben. Andererseits denke ich mir, dass ich ja auch immer noch ein Austauschsemester machen kann. ^^ Hört sich jedenfalls verdammt nett an, wirst du bestimmt auch weiterhin noch jede Menge Spaß haben!
Ich freue mich voll für dich. Hört sich nach der perfekten Zeit für dich an.